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Statistik zeigt Handlungsbedarf bei der Beschäftigung von MmB

Statistik zeigt Handlungsbedarf bei der Beschäftigung von MmB
Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen: Trotz gesetzlicher Verpflichtung bleibt die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen hinter den Vorgaben zurück. Die gestiegene Ausgleichsabgabe von 720 auf 815 Euro zeigt bisher keine Wirkung. In Deutschland gab es 2024 insgesamt 180.705 beschäftigungspflichtige AG. Nur 39% erfüllten ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht vollständig. 36% kamen dieser Pflicht lediglich teilweise nach, während mehr als jedes vierte Unternehmen keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigte. Vor allem bei den kleinen Unternehmen (20 bis 39 Arbeitsplätze) war die Nicht-Beschäftigung mit 42% besonders hoch. Insgesamt waren von den 7,9 Mio. Menschen mit schwere Behinderung in Deutschland 1,1 Mio. beschäftigt. Die Beschäftigungsquote lag bei den AG mit 60 und mehr Arbeitsplätzen bei 4,7%. In der Privatwirtschaft lag die Quote bei 4,2%, bei den öffentlichen AG bei 6,1%. Auch in Berlin erleben wir eine gestiegene Erwerbslosigkeit unter schwerbehinderten Berlinern. 2025 waren von ihnen durchschnittlich 8.740 ohne Job, rund 500 mehr als 2024. Einen „kausalen Zusammenhang“ zwischen der höheren Abgabe und der Zahl der Arbeitslosen könne man allerdings nicht belegen, schreibt die Senatsverwaltung in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Immerhin: Die Einnahmen aus der Abgabe werden für mehr Inklusion eingesetzt – und sie stiegen von 65,7 auf 76,7 Millionen Euro